Singen und beten:
Das Vaterunser in der Sprache Jesu
und die Gesänge aus Taizé
9.-11.4.2027
im Gutshaus Wilhelmsruh 51519 Möhnesee/Sauerland/
und in der Drüggelter Kapelle

Ende Juni 2026 habe ich zum ersten Mal ein Singe – Seminar im Gutshaus Wilhelmsruh gegeben. Wir schrieben eines der heißesten Juni – Wochenenden der vergangenen Dekaden. Ich war sehr positiv überrascht: der Seminarraum blieb erstaunlich kühl und überzeugt mich ob seiner unvergleichbaren Akustik. Und wenn es dann am Nachmittag tatsächlich sehr heiß wurde, konnte ein kühles Bad im nahen Möhnesee so erfrischen! Für 2027 habe ich das Gutshaus Mitte April angemietet. Wer zu dieser Jahreszeit schwimmen gehen möchte, möge das gerne tun. Ich erfreue mich bei kühlen Temperaturen eher an der eingebauten Sauna. Oder singe mit Euch im Kaminzimmer am lodernden Feuer.
Obschon ich mich inzwischen schon zwei Jahre im Rentenalter befinde: ich werde ein jedes Jahr das Abwun – Seminar anbieten. Bis ich das Zeitliche segne. Abwun, das aramäische Vater – Unser, hat mich in den schwersten Zeiten meines Lebens gehalten und getragen. Indem ich das Gebet teile, darf ich dafür danken, dass ich getragen wurde. Wenn wir an die Kraft der Mantren glauben – und ihre Wirkung haben erfahren dürfen – wird uns ein wichtiger Zusammenhang bewusst: Die gesprochenen und gesungenen, am besten auswendig gelernten Silben schwingen immer in uns. Sie bringen uns des Tags und des Nachts, und in einer jeden Lebenslage in eine wohlwollende und sichernde Resonanz. Mantren bewegen und harmonisieren unsere Zellen, unseren Körper und unsere Seele. Und sie können unseren Geist schützen und beruhigen.
Ob es die Gedichte von Hermann Hesse oder Rilke sind, ob es heilige Texte aus dem Sanskrit, der lateinischen Sprache, dem Griechischen oder Deutschen sind: gesungen lassen sie sich leicht verinnerlichen und immer wieder erinnern: „Singen & Beten“ bedeutet „Singend beten“. Auch mit der inneren Stimme!

Das Abwun sagt uns zum Thema Erinnern:„Oh Du, atmendes Leben in allem, Ursprung des schimmernden Klanges. Du scheinst in uns und um uns, selbst die Dunkelheit leuchtet, wenn wir uns erinnern.“ Jesus sprach aramäisch. Also will sein „Vater-Unser“ auch in seiner Sprache gebetet, erinnert und gesungen werden. Neil Douglas Klotz, der Übersetzer des Vater- Unsers, das wir singen, schreibt:
„Aramäisch unterscheidet sich sehr deutlich vom Griechischen, der Sprache, von der die west-europäische Christenheit ihren Ursprung herleitet. Jedes aramäische Wort kann auf mehrere unterschiedlichen Ebenen übersetzt und interpretiert werden. Das gilt insbesondere für die Worte eines Mystikers oder eines Propheten. In der jüdischen Tradition wird diese Art mehrfacher Interpretation, bei der die Übersetzung eine spirituelle Handlung darstellt, Midrasch genannt. In meinen Büchern habe ich fünf oder sechs mögliche Auslegungen des aramäischen Vaterunsers und andere Aussagen Jesu angeboten.“
Zurück zu unserem Seminar: ich bin Dieter Wienand: seit 20 Jahren leite ich spirituelle Chöre und Singe – Seminare. 14 Jahre lang habe ich als Bariton im Düsseldorfer Obertonchor bei mit Christian Bollmann gesungen. Während dieser Zeit haben wir im Chor das Abwun unzählige Male geprobt und in vielen Konzerten aufgeführt. In dieser Zeit ist Jesu´ Gebet „Teil meiner DNA“ geworden. Um noch tiefer in dieses Feld einzutauchen, habe ich 2003 Neil Douglas- Klotz persönlich aufgesucht. Wir haben gemeinsam gesungen, getanzt und gebetet. Und Neil hat mir seinen Segen gegeben, dass Abwun zu singen, weiterzugeben und zu teilen. Ich muss mich hier noch einmal wiederholen: Das aramäische Vater – Unser hat mich in den schwersten Zeiten meines Lebens gehalten und getragen.

2004 dann ereilte mich der Ruf nach Taizé. Welch ein Glück – denn wer im Himmel konnte dieses Schicksal vorher erahnen: Frère Roger lebte noch. Auch seinen persönlichen Segen durfte ich em-pfangen. Diesem Segen war der Auftrag mitgegeben: Teile! Nach wie vor bin ich, wenn ich Taizé Lieder singe,ein jedes Mal im Innersten angerührt: Wie einfach, wie herzbewegend und meditativ christliche Mantren sein können.
Erst jetzt, im Alter, wird mir bewusst, wie sich die beiden Ströme, der des Abwun und der der Energie aus Taizé, harmonisch ergänzen. Diese Erfahrung möchte ich in diesem Seminar mit Euch teilen. Wir werden nach Möglichkeit ohne Noten und Textblätter singen. Wenn Noten nötig werden, erkläre ich sie.
Wir werden eine jede Zeile und einen jeden Gesang in seiner gebotenen Ruhe und Innigkeit mantrisch einüben. Um dann miteinander eine heilige Zeit der Stille und des Singens in der Kapelle zu feiern. Uns empfängt die Drüggelter Kapelle. Alles zu Taizé findet sich unter https://www.taize.fr/de/ 2026 haben wir „Ubi caritas“ und „My peace“ gesungen. 2027 werden uns natürlich neue und weitere Taizé – Gesänge empfangen.
Frühzeitig lasse ich Euch die Taizé – Lieder zukommen, die wir in 2027 singen werden. Zur Vorbereitung auf das Abwun empfehle wie immer die CD des Obertonchores Christian Bollmann: https://www.lichthaus-musik.de/produkt/abwun-the-prayer-of-jesus/.
Unser Seminarhaus ist ein Traum: das Gutshaus Wilhelmsruh liegt eingebettet in der Natur. Ringherum nur Arnsberger Wald. Im Hause stehen uns 8 Zimmer zur Verfügung. Bei der Buchung dieser Zimmer gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. 3 dieser Zimmer sind bereits vergeben. Stand heute kann ich noch ein EZ im Hause vergeben. Alle weiteren müssen als DZ oder MZ belegt werden. Preise für Übernachtung im Gutshaus EZ 85 p.P./Nacht. DZ 69 € p.P./Nacht, MZ 59€ p.P./Nacht. Für Interessierte, die unbedingt in einem EZ und im Hause nächtigen wollen, kann ich im nächsten Jahr zwei verlockende Alternativen anbieten: es gibt zwei abgeschlossene Zimmer, die aber über kein Bett verfügen. Ihr müsstet Euch Eure Matratze und den Schlafsack selber mitbringen. Kosten hierfür 50€ p.P./Nacht. Wir verpflegen uns im Hause selbst. Dafür fallen 30€ für vier kalte Mahlzeiten an. Dieses Jahr haben wir dank Eurer Mitarbeit wahrlich opulente Frühstücke und Abendessen genossen, die drei Sterne verdienen. Hier können wir endlich auf alle Unverträglichkeiten und Allergien , die unser Essen betreffen, perfekt eingehen. So gut wie bei uns habe ich selten in einem Seminarhaus gegessen. 180 Seminare habe ich gegeben, oft habe ich Mahlzeiten – mäßig gelitten. Das warme Mittagessen am Samstag nehmen wir im Hotel Torhaus ein. Auch dort werden alle Essenswünsche erfüllt, ob vegetarisch, vegan oder glutenfrei.
Kurskosten: bei Anmeldung durch Überweisung der Kursgebühren bis zum 1.10.26 belaufen sich die Kurskosten auf 129€, bis zum 1.2.27 149€, danach 179€. Einchecken am Freitag ab 15 Uhr, Beginn des Seminares mit dem Abendessen um 18 h, Abschluss am Sonntag um 11 Uhr. Bitte fordert bei mir ein Anmeldeformular an.
Falls die Zimmer im Haus schon bald ausgebucht sein sollten – kein Problem: in der Nähe unseres Seminarortes empfängt uns ein umfangreiches Übernachtungsangebot an Hotels und FeWo´s. Fragt mich einfach an. Ich gebe gerne ich Tipps dazu.
Vierzehn Minuten fährt man mit dem Auto zur Drüggelter Kapelle, einem mittelalterlichen Kleinod. Sie ist eine der ganz wenigen Rundkirchen in Deutschland und ein Resonanzraum erster Güte. Klangmenschen und Sinn – Sucher*innen aus der ganzen Welt pilgern wegen genau dieses Ortes dorthin. Bei unserem Singen 2026 waren wir ob meiner Reservierung alleine im Raum. Welch ein Klangglück! Unser Singen 2027 in der Kapelle habe ich bei der Kirchengemeinde bereits angemeldet.
Bitte fordert ein Anmeldeformular bei mir an.
