Silvester – Singen 2026/2027 in Hattingen/Ruhr

Wann

Di., 29. Dez. 2026 - Fr., 1. Jan. 2027    
Ganztägig

Silvester – Singen

29.12.26 – 01.01.2027

„Zwischen den Jahren:

Singen, Stille und mein Seelenlied“

in 45527 Hattingen/Ruhr

 

Zum vierzehnten Male nun (in den beiden Corona- Jahren musste das Seminar ausfallen) biete ich ein langes Seminarwochenende zum Jahreswechsel an. 67 Silvester durfte ich in meinem Leben schon feiern: bewusste, unbewusste, glückliche, problematische. Als Kind im Charme der 60er Jahre vor dem Fernseher. Als Kleiner traurig, dass ich nicht aufbleiben durfte. Einige Jahre später dann glücklich, wenn ich endlich zu Mitternacht geweckt wurde. Im Studium mit wilden Partys bis früh in den Neujahrsmorgen. Später als Vater mit eigenen Kindern war ich ab 23 Uhr hauptsächlich mit dem Vorbereiten und Abschießen von bunten Raketen und aller-lei Knallerei beschäftigt, die nicht fliegen oder zünden wollten. Seit ich nun die 60 über-schritten habe und Großvater bin, möchte ich gerne Jahreskreis – Feste, Rituale und spirituelle Anlässe in einer Art gestalten, wie ich sie mir persönlich schon lange gewünscht und vorgestellt habe.

Wie will ich den Jahreswechsel erleben? Im Kreise der Lieben, der Verwandten? So wie Weihnachten halt? Oder ausschweifend? Besinnlich? Allein oder als Paar? Mit Freunden, nach innen gekehrt oder nach außen, mit viel Sekt, mit Tanz und Gesang?

Wichtig ist mir in den vielen Jahren meiner Seminartätigkeit die Tradition der Rau(h)-Nächte, die ich lieber die 12 heiligen Nächte nenne, geworden. Sie ist aus anthroposophischem Gedankengut zu mir gekommen, als ich 2009 das Goetheanum bei Basel besuchte. In den zwölf Tagen und Nächten zwischen dem 26.12. und dem 6. 1. kann ich zurückschauen auf die 12 Monate des letzten Jahres. Und kann vorausblicken auf die Monate des beginnenden neuen Jahres. Ich kann schauen mit einer aufrichtigen und liebevollen Einstellung mir selbst gegenüber. Dag Hammerskjöd beschreibt sie einzigartig: „Dem Vergangenen Danke, dem Kommenden Ja“ . In dieser Zeit darf ich still werden und mir Ruhe gönnen. Ich schreibe Biographisches, sichte Fotos des letzten Jahres, er – innere mich, gebe mir Raum für Wünsche und lasse los. Dafür brauche ich den Raum und die Zeit für Muße, Zeit  für ein Abschalten vom Alltag.

Wir feiern drei dieser Nächte gemeinsam, und gestalten sie auch gemeinsam. Ich lade ein, schon zu Beginn der Rauh-Nachtzeit mit einem Traum- und Wirklichkeits-Tagebuch zu beginnen und dieses auch über das Seminar hinaus bis zum 6. Januar fortzuführen.

2010 habe ich eine Jahresgruppe „Musik zum Sterben“ angeboten. Erste Frage: Will ich Musik beim Sterben hören? Und wenn, welche? Zweite Frage: will ich mich überhaupt mit diesem Thema beschäftigen? Der buddhistische Lehrer Steven Levine beschreibt das Lebenslied als einen sehr individuellen, in uns wohnenden Heil- und Kraft-Gesang, der entdeckt und zum Klingen gebracht werden will. In der Tradition der amerikanischen Ureinwohner wurde dieses Lied zur Initiation zum Erwachsenen bei der Visions-Suche gefunden.

Diese Überlieferungen sind uns verloren gegangen. Hier und heute kann ich mich meinem Lied nähern im Wohlklang des gemeinsamen Singens, im freien meditativen gemeinsamen Tönen, im persönlichen Singen, Improvisieren und Tönen, im Lauschen auf meinen eigenen Klang und Ton und im Lauschen auf in meine Stille.  Ohne eine Störung durch  Gedanken und fernab jeglicher Bewertung.

Es sind keine gesanglichen Vorkenntnisse für die Teilnahme nötig. Erwünscht sind gute Stimmung, die Bereitschaft zu freundlichem, offenem Austausch wie zu Gruppen-dienlichem Handeln. Außerdem die Fähigkeit, neben all der Ausgelassenheit, des Lachens und der Freude Achtsamkeit zu pflegen, d.h. in die Stille und in der Stille zu gehen.

Legendär ist inzwischen der „bunte Abend“ am 31.12. geworden. Wer mag, bringt sich dort allein oder mit einem Team kreativ ein: mit einem Text, einem Lied, Tanz, Sketch oder was auch immer, die Gruppe trägt uns und reißt uns mit – ein Bühnen-reifes, kurzweiliges Programm erwartet uns.

Der Seminar-Ort, in der Mitte Deutschlands gelegen, blickt auf eine lange Tradition zurück: 1924 wurde das Haus gegründet, stetig renoviert und erstrahlt heute in modernem Glanz.

Mitten im Grünen, oberhalb des idyllischen Wodan – Tales gelegen bietet das „Haus Friede“  alles, was wir brauchen. Wenn möglich, und nur, sofern persönlich erforderlich, Folgendes mitbringen: Meditationskissen oder Bänkchen, auf alle Fälle aber Thermoskanne für Tee/ heißes Wasser. Hausschuhe/warme Socken, Wanderschuhe.

Preise für Übernachtung / Vollpension ab 77€ p.P./ Tag im Mehrbettzimmer. Die Kosten für DZ, EZ und Komfortzimmer bitte bei mir erfragen. Wer sparen möchte, möge Handtücher und Bettwäsche bitte selbst mitbringen. Diese sind gegen Entgelt natürlich auch vor Ort erhältlich. Bitte wendet Euch bei allen Fragen zur Belegung der Zimmer an mich. Ich vergebe die Zimmer nach der Reihenfolge des Einganges Eurer Anmeldung und der Überweisung der Kursgebühren.

Kurskosten: Frühbucher*innen Rabatt bis 1.2.2026 199€. Bei einer Anmeldung inklusive Überweisung bis zum 1.6.2026 229€, bis 30.11.25 259€, danach 279€. Einchecken im Seminarhaus am 29.12. ab 15 Uhr, Beginn des Seminares am 29.12. mit dem Abendessen um 18 Uhr, Abschluss am 1.1.26 nach dem Mittagessen gegen 13 Uhr. Bitte ein Anmeldeformular bei mir anfordern. Ort: https://www.hausfriede.de/de/ , 45527 Hattingen

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